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PKV für Beamtechevron right icon

Gesund­heit­sprüfung

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Das erwartet Dich

Bevor Du in die PKV aufgenommen wirst, prüft der Versicherer Deinen Gesundheitszustand. Was auf den ersten Blick kompliziert wirkt, ist in der Praxis gut machbar – wenn Du weißt, worauf es ankommt. In diesem Kapitel erfährst Du, was genau in der Gesundheitsprüfung️ abgefragt wird, welche Unterlagen Du brauchst, was als mögliche K.O.-Kriterien gilt und wie die anonyme Risikovoranfrage funktioniert. So gehst Du vorbereitet in die Beratung – ganz ohne Risiko.

Warum gibt es eine Gesundheitsprüfung?

Die PKV funktioniert nach dem Prinzip: Individuelles Risiko, individueller Beitrag.

Das heißt: Der Versicherer muss wissen, wie hoch Dein persönliches Gesundheitsrisiko ist – um den passenden Beitrag zu kalkulieren.

Die Gesundheitsprüfung schützt aber auch Dich: Wenn Du im Antrag offen bist, kann Dir später niemand vorwerfen, etwas verschwiegen zu haben. Und Du vermeidest Ärger wegen Verletzung der vorvertraglichen Anzeigepflicht.

Weitere Informationen zur VVA findest Du in unserem Bonus Kurs: vorvertraglichen Anzeigepflicht.

Was wird alles abgefragt?

Das hängt vom Versicherer ab – diese Fristen gelten in der Regel:

  1. 3 Jahre ambulant (z. B. Hausarzt, Facharzt, Medikamente)
  2. 5 Jahre stationär (z. B. Krankenhausaufenthalte)
  3. 10 Jahre psychologische Behandlungen
  4. Dauerhafte Diagnosen und chronische Erkrankungen jederzeit
  5. laufende oder geplante Behandlungen

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Wo bekommst Du die Infos her?

Niemand erwartet, dass Du alles auswendig weißt.

Hier bekommst Du Hilfe:

  1. Krankenkasse: kann Dir eine Patientenübersicht oder Leistungsaufstellung schicken
  2. Hausarzt oder Fachärzte: können Dir Diagnosen, Befunde oder Arztbriefe aushändigen
  3. Elektronische Patientenakte (ePA): falls Du sie schon nutzt

Je genauer die Infos, desto sauberer die Risikoeinschätzung.

Was sind K.O.-Kriterien?

Es gibt einige Diagnosen oder Situationen, die den Abschluss einer PKV deutlich erschweren oder sogar unmöglich machen:

  • Aktuelle oder kürzliche psychische Erkrankungen (z. B. Depression, Angststörung)
  • ADHS (je nach Alter und Verlauf)
  • Ungeklärte oder laufende Diagnosen
  • Schwere chronische Erkrankungen mit Therapiebedarf

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Was passiert mit Deinen Angaben?

Wir prüfen alle Angaben intern und anonymisieren sie für eine Risikovoranfrage bei mehreren Versicherern.

Vorteil:

  1. Du bleibst erstmal anonym
  2. Wir bekommen echte Rückmeldungen, ohne dass Deine Daten in den Systemen landen

Erst wenn klar ist, welcher Versicherer Dich zu welchen Konditionen nimmt, werden Deine Daten bei einer Antragsstellung bekannt gegeben.

Mögliche Folgen der Risikovoranfrage

Je nach Diagnose und Versicherer gibt es verschiedene Rückmeldungen:

  • Normale Annahme: Alles okay, keine Zuschläge
  • Risikozuschlag: Beitrag steigt z. B. wegen Vorerkrankung
  • Leistungsausschluss: bestimmte Erkrankungen sind vom Versicherungsschutz ausgenommen
  • Ablehnung: wenn das Risiko zu hoch ist

In seltenen Fällen kann eine Öffnungsklausel greifen – z. B. wenn Du keine andere Absicherung bekommst. Auch das klären wir für Dich.

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Auch wichtig

OPs, laufende Therapien oder spezielle Hilfsmittel müssen angegeben werden.

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Eine Absage bedeutet nicht, dass es keine Lösung gibt. Deshalb kommt die anonyme Risikovoranfrage ins Spiel.

Beispiel
Du gehst zum Hausarzt und bekommst eine Rechnung über 100€. Der Bund als Dienstherr zahlt 50 % Beihilfe. Deine PKV deckt den Rest. Du bekommst also (im Idealfall) die vollen 100€ zurück.
Kreisdiagramm mit mehreren Segmenten zur Veranschaulichung prozentualer Anteile. Die Segmente sind farblich voneinander abgesetzt und zeigen die Verteilung der dargestellten Kategorien

Jetzt Beratung anfragen und individuelle Risikoeinschätzung erhalten

Du musst kein Medizinprofi sein. Wir helfen Dir bei der Aufbereitung und übernehmen die Risikovoranfragen für Dich

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FAQs

Die wichtigsten Fragen im Überblick. Für alles weitere kannst Du uns gerne einfach kontaktieren.

Kann ich eine PKV ohne Gesundheitsprüfung abschließen?

Grundsätzlich ist der Abschluss einer privaten Krankenversicherung ohne Gesundheitsprüfung nicht möglich. Es gibt jedoch wenige Sonderfälle, in denen die Gesundheitsprüfung stark vereinfacht oder eingeschränkt ist. Dazu zählen insbesondere Öffnungsaktionen für Beamte, bei denen keine Ablehnung erfolgen darf, allerdings oft mit Risikozuschlägen und Leistungseinschränkungen. Auch der Basistarif der PKV ist ohne vollständige Gesundheitsprüfung zugänglich, bietet jedoch nur Leistungen auf dem Niveau der gesetzlichen Krankenversicherung. Eine Anwartschaft sichert lediglich den späteren Eintritt in die PKV ab und ersetzt keinen vollwertigen Versicherungsschutz. Für eine langfristig gute Absicherung ist daher meist eine reguläre PKV mit Gesundheitsprüfung die sinnvollste Lösung.

Kann ich eine Dienstunfähigkeitsversicherung ohne Gesundheitsprüfung abschließen?

Ein Abschluss einer Dienstunfähigkeitsversicherung ohne Gesundheitsprüfung ist in der Regel nicht möglich – Ausnahmen bestehen nur bei wenigen Sonderaktionen mit reduzierter Leistung. Die Gesundheitsprüfung ist fester Bestandteil, um das individuelle Risiko zu bewerten. Falls Du Vorerkrankungen hast, hilft eine anonyme Risikovoranfrage dabei, Deine Chancen auf Absicherung unverbindlich einzuschätzen. Wir unterstützen Dich dabei gerne.

Muss ich meine Gesundheit erneut prüfen lassen, wenn ich meinen PKV Tarif wechseln möchte?

Ob eine erneute Gesundheitsprüfung nötig ist, hängt davon ab, wie du den PKV Tarif wechselst. Ein Tarifwechsel innerhalb derselben privaten Krankenversicherung ist in der Regel ohne erneute Gesundheitsprüfung möglich, solange du keine zusätzlichen Leistungen wählst. Wechselst du jedoch zu einem anderen Versicherer oder möchtest du Leistungen verbessern, ist meist eine neue Gesundheitsprüfung erforderlich. Diese kann zu Risikozuschlägen, Leistungsausschlüssen oder einer Ablehnung führen. Deshalb sollte ein Tarifwechsel immer sorgfältig geprüft und strategisch geplant werden.

Warum wird eine Gesundheitsprüfung bei der PKV durchgeführt?

Die Gesundheitsprüfung ist notwendig, damit private Krankenversicherungen das individuelle Risiko eines Antragstellers einschätzen können. Da die PKV nach dem Prinzip der lebenslangen Kalkulation funktioniert, müssen Beiträge von Beginn an so berechnet werden, dass sie langfristig tragfähig bleiben. Vorerkrankungen können dabei zu höheren erwarteten Gesundheitskosten führen und werden deshalb bei der Beitragsfestlegung berücksichtigt. Die Gesundheitsprüfung sorgt dafür, dass Beiträge fair verteilt werden und das PKV System insgesamt stabil bleibt. Abhängig vom Gesundheitszustand kann es zu Risikozuschlägen, Leistungsausschlüssen oder in seltenen Fällen zu einer Ablehnung kommen. Eine anonyme Risikovoranfrage hilft, mögliche Ergebnisse vorab realistisch einzuschätzen, ohne direkt einen verbindlichen Antrag zu stellen.

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Gratulation! Du kennst jetzt die wichtigsten Fragen zur Gesundheitsprüfung und weißt, wie Du Dich am besten vorbereitest.

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